Warum wird vom BibelCenter meist die Luther 1984 Bibel benutzt?

Wolfgang Schneider

Stand: 2020-02-27 17:58

Der Grund für die bislang vorwiegende Nutzung der Luther 1984 Bibel bei kurzen Zitaten aus dem Bibeltext in Artikeln und Studien hat keinen theologischen Grund, sondern hängt mit der Entwicklung der BibelCenter Website zusammen.

Ich habe meine BibelCenter Website seit Mitte der 1990er Jahre online und habe seinerzeit die Lutherbibel 1984 als Bibeltext für zitierte Bibelstellen in meinen Artikeln genommen, weil die Lutherbibel damals (und vielleicht auch heute noch) eigentlich die gängigste und am weitesten verbreitete deutsche Bibelübersetzung war. Zwischenzeitlich gibt es schon wieder eine neuere revidierte Fassung der Lutherbibel, und auch einige andere deutsche revidierte Bibeln  neueren Datums sind unter Christen im deutschsprachigen Raum nun weit verbreitet.

Ganz wichtig is dabei, dass es überhaupt nicht darum ging, diese Übersetzung als eine Art "LEIT-bibel" hinzustellen. Ich bin der Meinung bin, dass die Lutherbibel wie jede andere Bibelübersetzung auch, gleich in welcher Sprache, lediglich eine von Menschen gefertigte Übersetzung ist, und dass keine Übersetzung für sich in Anspruch nehmen kann, DAS WORT GOTTES (im Sinne von das ursprünglich offenbarte Wort Gottes) zu sein. 

Man kann sagen, dass es gute und schlechte Übersetzungen gibt, dass es unterschiedliche Ziele bei Übersetzungen gibt, und auch dass einige Übersetzungen sich sicher genauer amhebräischen und griechischen Text orientieren als andere. Letzten Endes aber sollte man beachten, dass man lediglich eine Übersetzung in Händen hält und nicht eine Kopie des ursprünglichen Originals.

Ich denke, man kann durch Vergleichen von Übersetzungen und Beachten der vorhandenen überlieferten alten Handschriften in den bei weitem  meisten Stellen erkennen und bestimmen, was der ursprüngliche Text möglicherweise war (in den Fällen, wo es unterschiedliche Wortlaute gibt).

Ich halte das ursprünglich offenbarte von Gott inspirierte Wort Gottes für wahr und daher frei von Widersprüchen, da ansonsten Gott, der mittels Inspiration der eigentliche Autor der Texte ist, unvollkommen und eventuell gar ein Lügner wäre. Scheinbare Widersprüche in den vorhandenen überlieferten Texten und Übersetzungen weisen hin auf ein Problem in der Überlieferung (z.B. bei den frühen handschriftliche Kopien) oder ein Problem in der Übersetzung oder - kommt leider auch vor - eine bewusste Fälschung des Textes zwecks "Beleg Beschaffung" für eine bestimmte Lehre.

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