Was sind die "Apokryphen"?


 Unter den Apokryphen versteht man gewöhnlich einige Bücher, die sich in manchen Bibelausgaben zwischen den Schriften des Alten Testaments und denen des Neuen Testaments befinden. Der Begriff "Apokryphen" ("Apokryph") ist aus dem Griechischen übernommen und bedeutet "verborgen".  Die Apokryphen sind Schriften, die aus unterschiedlichen Gründen nicht bei der Festlegung des Kanons der Bibel nicht in diesen aufgenommen wurden.

In der Römisch-Katholischen Kirche werden die Apokryphen seit dem Konzil von Trient im Jahre 1546 n.Chr. als vollwertige Bücher mit zur Heiligen Schrift (dem biblischen Kanon) gezählt. In den meisten anderen Konfessionsgemeinschaften, etwa den protestantischen Kirchen, gelten die Apokryphen nicht als kanonisch. Martin Luther erwähnte bzgl. der Apokryphen, sie seien "der Heiligen Schrift nicht gleich gehalten und doch nützlich und gut zu lesen". 

Im wesentlichen wird betont, dass die Apokryphen nicht wie die anderen Schriften der Bibel durch göttliche Inspiration gegeben wurden; andererseits aber vor allem historisch interessante Begebenheiten im Umfeld historischer Personen und Ereignisse erwähnen und beschreiben, die in den kanonischen Schriften ebenfalls Erwähnung finden. Neben solchen für das Verständnis von Abschnitten in kanonischen Schriften durchaus hilfreichen Informationen, finden sich in den Apokryphen aber auch Beschreibungen von Lehren und Praktiken, die vom Inhalt der kanonischen Schriften abweichen oder gar in Widerspruch stehen.

Weitere Informationen zu dieser Thematik finden sich z.B: in dem Wikipedia Artikel "Apokryphen"

 

Letzte Änderung:
2012-01-20 18:26
Verfasser:
Wolfgang Schneider

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